Entstehung der Ramschwager Burgnarren

Im Fasching 1972 bildete sich eine Gruppe von fünf Burschen, die unter dem Namen „Ramschwager“ am Faschingsgeschehen teilnahmen. Als Ritter gekleidet standen sie auf einer fahrbaren Burg, die sie von der Funkenzunft Nenzing übernommen hatten. Diese Gruppe war der Anfang und der Grund zu einer provisorischen Vereinsbildung. Nun folgte ein arbeitsreiches Jahr. Bildung eines provisorischen Ausschusses, Erhöhung der Mitgliederzahl auf 18 Personen, wovon 11 Mädchen die Garde bildeten, Neuerrichtung der fahrbaren Burg, Anfertigung einer Kanone sowie Neueinkleidung aller Mitglieder. Alle diese Anschaffungen kosteten natürlich eine hübsche Summe, sie belief sich auf über ATS 50.000,-- und so musste jedes Mitglied tief in die eigene Tasche greifen und verlangte neben der Aufbauarbeit auch große finanzielle Opfer.

Die Ramschwager waren so jedoch für den nächsten Fasching gerüstet und es wurde auch ein öffentlicher Faschingsball im Hotel Marmota abgehalten, sowie an verschiedenen Faschingsumzügen in der Umgebung teilgenommen. Kaum war die Faschingszeit zu Ende, dachte man aber bereits wieder an die nächste Narrenzeit. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Mädchengarde gelegt, die auf 17 Mädchen aufgestockt und die sehr gut ausgebildet wurde. Auch die Kameradschaft wurde gepflegt, denn sie war damals schon ein wertvolles Bindeglied im Verein. Große Sorgen aber bereitete die Vereinskassa und um diesem leeren Sack etwas geben zu können, wurde ein Sommerfest im Nenzinger Himmel abgehalten, sowie eine Sponsorenliste von Seiten der Gemeinde Nenzing bewilligt.  

Am 1. Jänner 1976 war ein großes Ziel erreicht, man erwarb die Mitgliedschaft beim Bund österreichischer Faschingsgilden, der Dachorganisation aller Narren auf Bundesebene. Die darauf folgende Narrenzeit war ausgefüllt mit Mitwirkungen an Umzügen in Höchst, Rankweil, Frastanz, Bludenz, Vandans und Nenzing. Weitere Auftritte beim Ball der Schollasteacher in Koblach, beim Kornblumenball in Feldkirch, beim Raubritterball in Vandans sowie bei zwei Unterhaltungen in Nenzing.

Zum Abschluß der erfolgreichen Aufbauzeit erfolgte die Genehmigung zur Vereinsführung mit eigenen Vereinsstatuten von Seiten der Bezirkshauptmannschaft Bludenz. Das Bestreben wurde nun dahin gerichtet, das bestehende Brauchtum zu erhalten und auch neue Gedanken zu verwirklichen.